Als ich noch mit dem „Partner Alkohol“ lebte, war ich immer wieder die „Dramaqueen“. Mein Leben fühlte sich an wie ein Drama, ich hatte kaum Möglichkeiten, den Kriegsschauplätzen meiner Gedanken zu entkommen.
Alkohol-Vergangenheit gegenüber meiner Gegenwart im Hier und Jetzt
Seit zehn Jahren nun räume ich mich auf und habe den Alkohol endgültig aus meinem Leben entlassen. So leuchte ich jede auch noch so dunkle und scheinbar versteckte Ecke aus, gehe mit dem „unRat“ um, der sich dort angesammelt hat, um ihn in wertvolles Erfahrungsgut zu verwandeln. Diese Erfahrung biete ich dir als ausgebildete sozialpädagogischen Familienhelferin im Rahmen einer professionellen Suchtprävention und Betreuung bei Co-Abhängigkeit.
Die Vergangenheit
All das, was ich heute nicht mehr benötige, lasse ich da, wo es hingehört, in der Vergangenheit. Unterwegs gab es sehr viele Schmerzen zu ertragen und ja, allzu oft bin ich in dem einen oder anderen Drama hängen geblieben. Heute findet das Hängenbleiben nicht mehr statt, weil ich mich nicht mehr in dieser scheinbar unüberwindbaren Not befinde. Die Not hieß Ausgeliefertsein. Ja, ich war meinen Gedanken ausgeliefert, die jeweils wieder und wieder für Emotionen sorgten, die dann wiederum neue Gedanken schufen, die schließlich Emotionen verstärkten. Ein Kreislauf des Elends – ein mich Aufhalten im Drama. Im Drama hatte ich mich meisterhaft eingerichtet. Schließlich war ich von klein auf zur Expertin desselben geworden.
Heute im Hier und Jetzt
Meine Überlebensstrategie bestanden darin, nach außen zu brillieren, stark zu sein und nur im Innen zu straucheln, sozusagen heimlich still und leise. Das Straucheln wiederum dämpfte ich mit Alkohol, der mich allzu oft ganz tief in mein selbst inszeniertes Drama hinein führte und dafür sorgte, dass mich das Aufrechterhalten meiner Fassade am nächsten Tag noch mehr Kraft kostete… …Mehr und mehr werde ich zur Regisseurin meiner eigenen Erlebenswelt, werde klarer und auch für die Menschen, die mir nah sind nahbar und nachvollziehbar. Meine Persönlichkeit wird erkennbar, für mich selbst und die anderen, ich werde zu der Person, die ich bin und klinge durch mich selbst hindurch „per-sonare“: erschallen, wiederhallen, verkünden oder eben musikalisch ausgedrückt hindurchklingen…

