Warum eskaliert es immer wieder zwischen uns? Wie können wir aus dem täglichen Kleinkrieg aussteigen? Wir sind völlig erschöpft! Der anspruchsvolle Alltag mit all seinen Anforderungen stellt für viele Paare eine Überforderung dar. Der Stress scheint dich aufzufressen, du fühlst dich erschöpft und suchst händeringend nach Auswegen.
Es ist an der Zeit eine neue Ordnung in Eure Alltagsgestaltung zu bringen.
Selbstgefühl als Schlüssel zur Veränderung
- Stelle dir zunächst die Frage, wie es Dir zur Zeit geht.
- Was strengt Dich besonders an?
- Worüber regst du dich schnell auf?
- In welchen Situationen fühlst du dich wohlig und entspannt?
Welche Störfelder belasten Dich im Alltag
- Ist deine ToDo – Liste gar nicht zu schaffen?
- Welche Unterstützung wünschst du dir?
- In welchem Bereich möchtest du entlastet werden?
- Sind deine Ansprüche an dich selbst zu hoch?
Kommunikation
- Frage dich, welche Bedürfnisse du bezüglich des Miteinanders hast.
- Nimm dir Zeit, um mit deinem Partner in Ruhe zu sprechen.
- Gelingt es dir, deine Wünsche zu formulieren?
- Wie ist die Qualität eurer Gespräche?
Fachlicher Exkurs – Aggression als Ressource
Aggression ist als Lebenskraft zu verstehen. Sie ist unser Antrieb, bereits im Mutterleib. Wenn es so weit ist, streben wir aus dem Schutz der Gebärmutter hinaus. Wir setzen all unsere natürlichen Kräfte ein, um aus dem Geburtskanal hindurch zu gelangen. Auf dieser Unterscheidung bauen wir unter anderem auf, wenn den Dauerstreit mit dem Partner in beispielsweise in Zwiegesprächen angehen oder im Rahmen einer Trennungsbegleitung arbeiten.
Aggression ist nicht automatisch „schlecht“ oder gar „böse“ Es gilt den Unterschied herauszuarbeiten:
Gesunde Aggression
- Mir darüber klar werden, was genau ich im Augenblick will und brauche
- Ich teile diese Wünsche freundlich und bestimmt meinem Gegenüber mit
- Ich frage mein Gegenüber, ob es sich in der Lage sieht und willens ist, auf meinen Wunsch einzugehen, ihn zu erfüllen
- Ich gehe das Risiko ein, dass meinem Wunsch nicht entsprochen wird
- Ich übernehme die Verantwortung dafür, mir eine Alternative zu überlegen
Vergiftete Aggression:
- Ich spüre ein Unwohlsein, eine unangenehme Stimmung in mir und treffe auf mein Gegenüber
- Ich erwarte, dass mein Gegenüber spürt, was mit mir los ist und sich um mich kümmert
- Wenn mein Gegenüber diesen unausgesprochenen Wunsch nicht erfüllt, beginnt es in mir zu brodeln, ich werde ärgerlich, zeige es aber nicht.
- Es gelingt mir nicht, mich selbst zu beruhigen und ich rege mich über irgend etwas auf, was mich gerade stört – suche etwas stellvertretendes, um meinen Ärger ausleben zu können
- Mein Gegenüber versteht gar nicht, um was es gerade geht, es entwickelt sich eine ablehnende, ärgerliche Haltung meinem Verhalten gegenüber
